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Kula`s Metal Bash part IV

Powerwolf (power Metal / RO)

& Grantig ( Metal /D)

Mit voller Wucht schlägt die vierte Auflage des Metal Festival in die festliche Zeit. Mit dabei Powerwolf aus Rumänien und Grantig aus München

Powerwolf (Metal/ Ro)

POWERWOLFs 2007er Veröffentlichung ‘Lupus Dei' war ein Meilenstein in der Bandbiographie. Der multinationale Fünfer um Konzertmeister Attila Dorn übertraf nicht einfach die hohen Erwartungen, die Fans und Medien nach dem Überraschungsdebüt ‘Return In Bloodred' (2005) hatten, ‘Lupus Dei' sackte allerorts überschwängliche Kritiken ein und wurde oft als kommender Klassiker bezeichnet. Der deutsche Metal Hammer nannte ‘Lupus Dei' sogar eine der wichtigsten fünf Metal-Platten des Jahres 2007.Also zögerten POWERWOLF nicht lange und bauten ihren Ruf als höchst unterhaltsame Liveband, den sie sich in der Zwischenzeit erarbeitet hatten, weiter aus, in dem sie sich erneut als unglaubliche Performer präsentierten, die es innerhalb weniger Sekunden schaffen, jedes Publikum zu verzaubern. Kick-Off war eine fast schon legendäre Show auf dem Summer Breeze Open Air, bevor die Band mit den schwedischen Doomgöttern Candlemass und kurz danach mit der deutschen Metal-Institution Grave Digger den Tourbus teilte. Wegen anhaltender Nachfrage nach POWERWOLF-Liveshows folgte sogar noch eine dritte Tour im Vorprogramm ihrer Labelkollegen von Brainstorm. Gekrönt wurde der ‘Lupus Dei'-Livezyklus von einem gefeierten Auftritt auf dem Wacken Open Air 2008, wodurch sich die Band endgültig als einer der einzigartigsten Liveacts der heutigen Metal-Szene Europas etabliert hatte.

Direkt nach Ende der Touraktivitäten entschied sich die Bande, die frische Energie der Shows direkt in neue Songs zu verwandeln. "In der Livesituation wird erst richtig deutlich, was eine Band leisten kann. Jeder, der POWERWOLF in den letzten zwei Jahren live gesehen hat, weiß, für was der Wolf steht: für pure Power, puren Metal und eine horrorgeschwängerte Atmosphäre. Genau das haben wir diesmal mehr denn je als Fundament für unser Songwriting genutzt", erzählt Sänger Attila Dorn. Voller neuer Ideen und aufgeladen vom Adrenalin und dem Enthusiasmus der Fans schrieben POWERWOLF ihre energiereichsten Songs bis jetzt. "Es war eine große Herausforderung, einen Nachfolger zu einem solch abgefeierten Album wie ‘Lupus Dei' anzugehen. Aber dank unserer großartigen Fans, die uns mit all ihrer Energie überhäuften, haben wir nie an uns gezweifelt. So fassten wir das Selbstvertrauen, weiter zu gehen als jemals zuvor. Diesmal zeigt der Wolf endgültig seine Klauen und Zähne."Und in der Tat, ‘Bible Of The Beast' ist das bisher kraftvollste und härteste POWERWOLF-Album geworden, weil es dem typischen Sound der Wölfe einen herberen Anstrich verpasst, ohne die Trademarks zu vernachlässigen, für die POWERWOLF mittlerweile bekannt sind und geliebt werden. Gitarrrist Matthew Greywolf erklärt: "Als wir mit dem Songwriting starteten, wurde sofort klar, dass Attilas Stimme ein neues Level der Intensität und Heaviness erreicht hatte. Er hat in den letzten zwei Jahren eine Menge harter Bands entdeckt, die er vorher nicht kannte, was anscheinend einen Eindruck hinterlassen hat. Da Attila somit die Aggression in seinen Vocals erhöht hat, war es natürlich, dass die Band dem im Songwritingprozess folgte. Wir haben es endlich geschafft, all die Power und Stärke, die in den letzten Jahren noch unter dem Wolfsfell versteckt war, freizulassen. Die Zeit für diesen Ausbruch war gekommen. Die Arbeiten an den Stücken fühlten sich an wie ein riesiger Energierausch, was in Liedern wie 'Raise Your Fist, Evangelist' oder 'Werewolves Of Armenia' mehr als deutlich wird."

Nach drei Monaten intensiven Schreibens war die Band im November 2008 endgültig bereit, das Studio zu entern. Die Basic Tracks wurden diesmal in den Kohlekeller Studios in der Nähe von Frankfurt eingespielt, während sie für die Aufnahmen der Orgelparts erneut eine Kapelle in der Nähe des französischen Ortes Thionville ansteuerten. "Eine echte Orgel aufzunehmen verpasst der Musik ein viel gruseligeres Feeling. Das kann kein Keyboarder transportieren, weswegen wir uns nicht für den einfachen Weg, sondern für die Geduldsprobe der Orgelaufnahmen in einer Kirche entschieden haben", sagt Organist Falk Maria Schlegel.

Zusätzlich haben sich POWERWOLF auf ‘Bible Of The Beast' einen Traum erfüllt, den sie seit den Arbeiten mit Chören auf ‘Lupus Dei' hegten. Diesmal sangen nicht weniger als 25 klassisch ausgebildete Sänger der Musikhochschule des Saarlandes, ein nationales Konservatorium für Klassik, bei acht Songs die choralen Parts ein. "Wir haben die Chorteile in einem Studio im Konservatorium aufgenommen. Es war wahrscheinlich das erste Mal, dass diese geschichtsträchtigen Mauern von Heavy Metal erschüttert worden sind", erinnert sich Charles Greywolf lächelnd. "Während die Chöre auf 'Lupus Dei' nur ein kleiner Bonus on top waren, hatten wir dismal schon die kompletten Arrangements im Kopf, als wir die Stücke schrieben. So funktioniert der Dialog zwischen Attila und dem Chor in 'St. Satan´s Day' oder 'Seven Deadly Saints' perfekt."

Beim Mix der Platte haben POWERWOLF einmal mehr mit Produzentenlegende Fredrik Nordström in seinem bekannten Studio Fredman (In Flames, Hammerfall, Dimmu Borgir) zusammen gearbeitet. Fredrik hat sich selbst übertroffen und dem Wolf einen massiven, kraftvollen und jederzeit transparenten Klang verpasst, der sich wie eine Mauer auftürmt und so perfekt sowohl die Härte des neuen Materials als auch die vielen kleinen Details, die POWERWOLF in die neue Scheibe eingebaut haben, transportiert.

Ihrer lyrischen und musikalischen Orientierung treu bleibend, erzählen POWERWOLF auf ‘Bible Of The Beast' von der bekanntesten Persönlichkeit der Metalszene: dem Teufel! "Mir ist in den letzten Jahren aufgefallen, dass viele Metal-Bands Texte über Satan schreiben und dies für anti-christlich halten", klärt Attila Dorn auf. "Die Geschichte lehrt uns jedoch etwas anderes: Schaut man ins Alte Testament oder die Offenbarung im Neuen Testament, merkt man, dass der Teufel eine Erfindung von monotheistischen Religionskonzepten ist, um dort Dunkelheit zu addieren, wo sie Licht geschaffen haben. Nicht Satanisten haben den Teufel erfunden, es waren die Christen, weswegen niemand an Gott glauben und gleichzeitig Satan leugnen kann und umgekehrt." Daher basieren die meisten Stücke auf 'Bible Of The Beast' auf Erscheinungen des Teufels in der Bibel."

Mit Veröffentlichung ihres dritten Albums werden POWERWOLF ihren triumphalen Aufstieg in der Metalszene fortsetzen, denn ‘Bible Of The Beast' enthält hochklassige Metalhymnen en masse, die euren Gehörgang nicht mehr verlassen werden, sobald ihr sie zum ersten Mal gehört habt. Für den Sommer 2009 sind schon die ersten hochkarätigen Festivals wie das Bang Your Head!!! oder das Summer Breeze bestätigt. Verpasst also nicht den mächtigen dritten Kreuzzug des Wolfes!


Hörproben: www.myspace.com/powerwolfmetal
Homepage: www.powerwolf.net


Grantig
(Metal / D)
In Zeiten der Blaupausen und Kopien von mehr oder minder erfolgreichen Bands ist es schwierig geworden wirklich innovative Künstler zu finden. Zu viele Combos die sich auf ihre Vorbilder einschießen und dabei eine eigene Identität vergessen, nur um im Fahrwasser des Trends ein paar Minuten Ruhm zu ergattern. GRANTIG aus dem deutschen Süden gehen andere Wege. Die Jungs prügeln sich derart frisch und mutig nach Vorne, dass es einem manchmal den Atem verschlägt. Dabei setzen sie mir ihrem zweiten Album "Medizin" ein Exempel und beenden die nationale Innovationsmisere.

Lange schon gab es hierzulande keine Band mehr, die solch einen unverkennbar eigenständigen Stil hat, geprägt von Einflüssen aus Rock, Metal, Jazz und Blues. Wieviele Newcomer müssen sich Vergleiche mit aktuell erfolgreichen Kapellen gefallen lassen und werden so automatisch ins zweite oder dritte Glied gerückt. GRANTIG stehen über dem Vergleich. Auch wenn beim Debut von 2008, "So muss es sein", parallelen mit Pantera, Schweisser und Down zu hören sind, musste jeder Kritiker erkennen, dass die Band ihren eigenen Weg geht.

Und auch wenn der nicht jedem gefällt, genau diese Polarisierung bestätigt, was GRANTIG sich zum Ziel gesetzt haben: Der deutschen Metal-Szene Leben einzuhauchen.

 

Hörproben: www.myspace.com/grantig


Vorverkauf: 12 € (zzgl. Gebühren ausser in der Kula-Bar)
Abendkasse: 15 €
Clubkarte: 11,50 €
Einlass: 20:30 Uhr
Ticket bei Reservix kaufen

 

Beginn: 21:00 Uhr

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