Sa | 30.11.2019 | Konzert | Elektropunk

Frittenbude

Einlass: 20.30 Uhr | Beginn: 21.00 Uhr

VVK: 20 € (zzgl. VVK Gebühr) | AK: 25 €

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Rote Sonne Tour - Teil 2

Eine simple Frage zu Beginn: Woran denkst du bei dem Wort „Frittenbude“? Vielleicht an eine ältere Frau im Kittel, die Currywurst und Pommes verkauft. Und das ist auch ein schönes Bild! Vielleicht aber auch an eine Band, die mit ihrer lebenslustigen Rebellion seit nunmehr 13 Jahren gegen die Erkenntnis ankämpft, dass das Leben nicht immer schön ist und dennoch zelebriert gehört. Widersprüchlich und immer fragend, süchtig nach Leben und der Sucht an sich, einvernehmlich unzufrieden mit den herrschenden Zuständen und dennoch latent glücklich. Das nun erscheinende Ergebnis dieser 13 Jahre und eines gemeinsamen Sommers im Studio heißt „Rote Sonne“ und ist ein Album, welches die angesprochenen Widersprüche der Band perfekt einfängt und wiedergibt: Mal kryptisch, mal plakativ ziehen sich die Texte des Sängers Johannes Rögner durch das stimmige aber experimentierfreudige Soundbild von Martin Steer und Jakob Häglsperger. Wut trifft auf Liebe, Sucht auf Klarheit und Aggression auf Lässigkeit. Denn zu wissen, dass man kämpfen muss, führt nicht automatisch zu Bitterkeit. Selten hat man dieses Lebensgefühl so deutlich gespürt wie auf ihrem neuen Album „Rote Sonne“.

Aus den Jungs, die ihr erstes von inzwischen fünf Alben im eigenen Jugendzimmer produzierten, sich durch die Jugendzentren und Clubs des Landes spielten und sich immer lieber den Höhen und Tiefen statt der Monotonie hingegeben haben, ist eine Band geworden, die trotz des jahrelangen Hypes zu ihren Überzeugungen steht: DIY, Haltung beweisen und kein Applaus für Scheiße. Nicht gerade die schlechtesten Prinzipien in dieser Musikwelt.

 

Special Guest:

shi offline

Bei shi offline prallen Welten aufeinander. Zwischen Impulsivität und angespannter Kontrolle, Destruktivität und Wiederaufbau bringen Alisa und Gordian Schönheit und Antistyle in einen mitreißenden Konflikt. Die 90er Jahre inspirierten dunklen Elektro-Pop-Songs sind phonetisch-sphärische Rave-Welten; Alisa ist zugleich Heldin und Antiheldin in einem Wald wie aus dem Blairwitch Project, aber voller Neonröhren. Die Songs sind moderne Märchen über Familiendramen, Technology und die Liebe – die Sängerin ist mal Frau, mal Antifrau. Mal die Hexe, mal die Unschuldige. Bei den Konzerten von shi offline bringt Alisa alle Schichten ihrer Persönlichkeit zum Ausdruck und wir erleben ein Blutbad wie in der Eröffnungsszene von Blade – nur aus gebrochenen Herzen. shi offline live ist wie ein berauschter Balance-Akt zwischen Feuer und Traufe.

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